Konzeption
Die Konzeption unseres Kindergartens finden Sie hier als Download oder im Original im Kindergarten.
Leitziele unserer pädagogischen Arbeit
In einer immer komplexer werdenden Umwelt möchten wir den Kindern einen Grundstock an Fähigkeiten mit auf den Weg geben, der ihnen eine Hilfe für das ganze weitere Leben sein kann.
Wir vermitteln den Kindern die christlichen Werte in alltäglichen Situationen. So gehört es in unserem Kindergarten dazu, sich gegenseitig zu respektieren und zu helfen wenn jemand Hilfe benötigt. Respektieren bedeutet hierbei keine "heile Welt" in der es keinen Streit oder Abneigungen gibt. Vielmehr bedeutet es, sich gegenseitig zu akzeptieren auch wenn man sich mal nicht so gut versteht. Den anderen so anzunehmen wie er ist, mit Ecken und Kanten.
Konflikte können in einer Atmosphäre des "Angenommenseins" durchaus wertvolle Ergebnisse bringen, indem die Kinder lernen, sich mit ihrer eigenen Persönlichkeit, sowie der der anderen auseinanderzusetzen. Gemeinsam lassen sich oft konstruktive Lösungen finden; die Persönlichkeit und das Selbstbewusstsein/ Selbstwertgefühl werden dadurch gestärkt. Derart gestärkt (resilient) kann ein Kind selbst schwierige Situationen im Leben, wie z.B.auch den Schuleintritt, durchaus gut bewältigen.
Wir wollen alle Basiskompetenzen der Kinder stärken (siehe BEP S. 54ff): personale, soziale, lernmethodische Kompetenzen und Kompetenz im Umgang mit Veränderungen und Belastungen.
Wir leben in unserer Einrichtung das christliche Prinzip der Nächstenliebe - wir lernen voneinander und miteinander in einer von menschlicher Wärme geprägten Umgebung.
Ein Tag im Kindergarten
Um Ihnen einen Einblick in den alltäglichen Ablauf im Kindergarten zu verschaffen, hier ein Beispiel:
7:00 - 8:30 Uhr:
Nach und nach kommen die Kinder in die Gruppen.
Hier findet Freispiel statt, d.h. die Kinder können frei wählen, was sie wo und mit wem spielen wollen. Manche Kinder erzählen erst einmal von Erlebnissen Zuhause oder nutzen die Zeit um in Ruhe in den Tag zu starten.
Eine unserer Gruppen nutzt diese Zeit bereits zum Spielen im Garten
ab 8:30 Uhr:
Morgenkreis
Gemeinsam besprechen wir, wer alles da ist, welcher Tag und welches Datum ist und was wir an diesem Tag alles geplant haben. Mit einem kurzen Gebet, sowie Liedern oder Fingerspielen starten wir dann in den Kindergartentag.
Freispiel im Gruppenraum:
- gleitende oder gemeinsame Brotzeit
- spezielle Angebote/Teilgruppenangebote wie z.B. Märchen, Bilderbuch, Basteln, Experimente, Turnen, Rythmik, Klanggeschichten, ...
je nach Gruppe zu unterschiedlichen Zeiten:
Stuhlkreis mit verschiedenen Angeboten wie Bilderbuch, Geschichten, Geburtstagsfeier, Singspiele, Fingerspiele,
Lieder singen, etc.
im Anschluss :
Spielen im Garten
jeweils 30 Min. vor Ende der Betreuungszeit:
Nach und nach werden die Kinder wieder abgeholt
Zusätzlich finden regelmäßig Spaziergänge, Naturtage, Waldtage, Geschichtentage, Besuche im Altenheim und vieles mehr statt.
Jede Gruppe richtet sich nach den Bedürfnissen der jeweiligen Kinder und plant und gestaltet den Tagesablauf unabhängig.
Ein Jahr im Kindergarten
Und noch viele weitere Erfahrungen werden gesammelt
Schwerpunkte im Alltag
Das Kind im Mittelpunkt unserer Arbeit
Unser Ziel ist es, die Kinder zu befähigen, eigene Fähigkeiten zu entdecken und zu entwickeln. Nach und nach tritt die Erzieherin in den Hintergrund, je mehr das Kind selbstständig und selbstbewusst wird.
Wir handeln nach dem Prinzip:
"Hilf mir, es selbst zu tun"
(Maria Montessori)
Naturpädagogik im Kindergarten und Kinderkrippe
Seit jeher ist unsere Einrichtung dafür bekannt, dass wir viel Zeit im Freien verbringen. Auch heute ist uns dies ein wichtiges Anliegen.
In der Natur können die Kinder ganzheitlich lernen, sie erweitern ihr motorischen Fähigkeiten und stärken den Körper sowie die Psyche. Zudem kann man draußen viele Abenteuer erleben, ob im Kindergarten, auf Wiesen, neben dem Fluss oder beim Erkunden des Markts.
Die Natur bietet wertvolle Ressourcen und sowohl die Pflanzen- als auch die Tierwelt ist wichtig für unsere Lebensqualität. Wir wollen den Kindern schon früh zeigen wie wichtig unsere Umwelt ist, was sie uns bietet und wie wir mit ihr umgehen sollten.
Seit einen Jahr haben wir uns noch mehr auf die Naturpädagogik in unserer Einrichtung spezialisiert. Gemeinsam mit den Kindern haben wir eine Blumenwiese für Bienen und Insekten angelegt. Blumen, Erdbeeren und Kräuter angepflanzt und auf regelmäßigen Spaziergängen Baum- und Blumenarten bestimmt. Hier erwarten uns in Zukunft noch viele weitere Projekte.
Religiöse Erziehung im Kindergarten
Als katholischer Kindergarten legen wir besonderen Wert auf die religiöse Erziehung, die auch im BEP einen großen Stellenwert einnimmt.
Die Kinder erfahren dadurch:
Religiöse Erziehung findet nicht nur zu bestimmten Zeiten statt. Hauptsächlich erfahren Kinder religiöse Zusammenhänge im Alltag. Durch vorgelebte Werthaltungen und gelebten Glauben wachsen die Kinder in die Glaubenswelt hinein. Sie werden in ihren Fragen ernst genommen, es darf und soll hinterfragt werden. Vertieft werden diese Erfahrungen in gezielten Angeboten:
Vorschulerziehung
"Vorschulerziehung" ist das gesamte Entwicklungsgeschehen im Kindergarten! Die Entwicklung eines Kindes verläuft nicht ruckartig; das heißt, es müssen von Anfang an Fähigkeiten entwickelt und gefördert werden, um darauf aufbauend sich weiter zu entwickeln.
Für die Schule schaffen wir während der gesamten Kindergartenzeit Grundlagen im
- Grundverständnis für Formen, Mengen, Zahlenraum 1-5, Raum, Zeit
- Verständnis für Zusammenhänge
- Entwickeln eigener Ideen
- Umsetzen eigener Ideen
- Gefühl für Farben, Formen, Klänge
- Gefestigte Muttersprache
- Solide Deutschkenntnisse bei nicht deutschsprachig aufwachsenden Kindern
- Fähigkeit zu gedanklichen Verknüpfung (-> Vorbedingung zum Erlernen von Lesen und Schreiben)
- Gefestigte Persönlichkeit
- Stabiles Grundvertrauen
- Emotionale Stabilität
- Sicherheit im Umgang mit dem eigenen Körper
- Gefühl für Rhytmus
- Selbstbewusstsein
- Gefühle ausdrücken können
Im täglichen Ablauf werden all diese Bereiche spielerisch durch tägliche Wiederholungen entwickelt und durch gezielte Planung gefördert.
Elternarbeit im Kindergarten
In Ihrer Familie wachsen die Kinder auf, lernen in und mit ihr. Der Kindergarten ergänzt die Erziehung und Bildung der Familie, er kann und will sie nicht ersetzten.
Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist uns sehr wichtig. Nur gemeinsam mit den Eltern können wir die Kinder bestmöglich in Ihrer Entwicklung unterstützen und fördern.
Elternbeirat:
Jährlich wird ein Elternbeirat gewählt, dieser bringt sich durch Mithilfe und Organisation von Festen, Flohmärkten,... ein. Zudem stellt er ein Bindeglied zwischen Eltern und Kita dar.
Entwicklungsgespräche/ Tür- und Angelgespräche:
Ein Gespräch über ihr Kind und dessen Entwicklung ist immer möglich. Durch einen guten Austausch zwischen Eltern und Kita können die Kinder optimal gefördert und unterstützt werden. Wichtige Informationen werden ebenfalls in Tür- und Angelgesprächen ausgetauscht.
Elternbriefe, Infozettel, Aushänge:
Durch diese schriftlichen Mitteilungen bleiben die Eltern auf dem Laufenden was Termine und Neuigkeiten aus dem Kindergarten betrifft.
Elterncafé:
Dies wird alle paar Wochen vom Elternbeirat veranstaltet und dient zum gemütlichen Austausch zwischen den Eltern.
Feste:
Beim Sommerfest, Martinsfest, Gottesdiensten, etc. können Eltern mithelfen einen schönen Tag zu gestalten.
Umfragen:
Zur Quslitätssicherung finden regelmäßig schriftliche Elternbefragungen statt.
Integration und Inklusion
Jedes Kind ist unterschiedlich und soll in seiner Individualität gestärkt werden. Uns ist dabei wichtig, dass jedes Kind gleich behandelt wird und die gleichen Chancen hat.
Somit sind in unserer Kindertagesstätte Kinder aus unterschiedlichen Kulturkreisen sowie Kinder mit erhöhtem Förderbedarf (Kinder mit Sprachauffälligkeiten; körperlichen, geistigen, seelischen oder sozialen Defiziten; Entwicklungsverzögerungen) herzlich willkommen.
Integration und Inklusion kann für alle Beteiligten eine Bereicherung sein, Kinder lernen von- und miteinander. Um dies möglich zu machen, ist es wichtig, dass der zusätzliche Bedarf an Förderung guten Gewissens gewährleistet werden kann. Wir möchten den Kindern mit und ohne erhöhtem Förderbedarf gleichermaßen gerecht werden. Das bedeutet ausreichend zu fördern, ohne andere hinten anzustellen.
Wir wollen einen Raum schaffen, in dem Kinder ungeachtet von kulturellen oder entwicklungsbedingten Differenzen im einem Miteinander Spaß haben können, lernen können und Neues entdecken können.